HomeVereinGeschichte des Vereins

Geschichte des Vereins

Die Anfänge

Am 20. März 1955 wurde die Sektion der BSG Turbine Potsdam gegründet. Eng verbunden damit sind die Namen Wilhelm Zimdars, Bruno Schmückert, Ulrich Taube und Dieter Firchau, die zu jenen Freunden gehörten, die aus Lehrlingen der damaligen Werkstatt der Energieversorgung Potsdam in der Türkstraße eine gemischte Jugendmannschaft bildeten. Nur 14 Sportfreunde nahmen an der Gründungsversammlung der Sektion Fußball teil. Der ehemalige Sportfreund Wilhelm Zimdars hielt damals als Hauptinitiator die Fäden fest in der Hand, und ihm ist es auch zu verdanken, dass sich die Sektion in den folgenden Jahren positiv entwickelte. In der Spielsaison 1956/57 erhielt die Betriebsportgemeinschaft mit dem Sportplatz "Horstweg" ihre erste Heimstätte. Trotz der äußerst primitiven sanitären Verhältnisse, die Sportfreunde mussten sich unter freiem Himmel umkleiden und waschen, wurde der Spielbetrieb durchgeführt. Es entwickelte sich ein gutes Vereinsleben und die ersten Erfolge konnten erzielt werden. So wuchs die Sektion im Jahre 1959 auf 129 Mitglieder. 1961 erkämpfte die 1. Männermannschaft den FDGB- Kreispokal und war in den folgenden Jahren stets im oberen Drittel der Tabelle der 1. Kreisklasse Potsdam zu finden. Mit dem Aufstieg in die Bezirksklasse 1966 gelang ein weiterer, großer sportlicher Erfolg. Auch im Nachwuchsbereich wurde Positives erreicht. Die Mitgliederzahlen der jungen Sportler stiegen ständig und so nahmen 1970 bereits 6 Mannschaften am regelmäßigen Punktspielbetrieb teil.

 

Die 70iger Jahre und der Umzug nach Waldstadt

Die Sektion Fußball war mit 172 Mitgliedern die größte Sektion der BSG Turbine Potsdam. Das sollte in den folgenden Jahren auch so bleiben, denn durch die unermüdliche ehrenamtliche Arbeit der Sportfreunde Wilhelm Zimdars, Karl Heinz Schwab, Fritz Lorenz, Arno Hoffmann, Bernd Schröder und Dieter Kalus entwickelte sich die Sektion ständig weiter. 1975 waren 275 Mitglieder gemeldet, die in 11 Mannschaften am Spielbetrieb teilnahmen. Durch den Bau der Nutheschnellstraße musste die erste Sportstätte des Vereins weichen. Eine neue Spiel- und Heimstätte wurde in Potsdam-Waldstadt gefunden. "Klein" fing man dort an, denn außer einem Spielfeld mit Aschenbahn gab es weiter nichts. Alle Sportler und Gäste mussten sich für den regulären Spielbetrieb in der benachbarten Schule umziehen. Dieser Zustand konnte durch tatkräftige Unterstützung der Sektionsleitung, in enger Zusammenarbeit mit dem Rat der Stadt Potsdam und dem Trägerbetrieb, Energiekombinat Potsdam innerhalb eines Jahres beseitigt werden. Es entstand ein Sportlerheim mit neuen Kabinen, einem Sanitärtrakt und einer Vereinsgaststätte. Natürlich haben ein Großteil der Sportler, in vielen Stunden selbst aktiv am Aufbau mitgewirkt, und haben somit, zu der damaligen Zeit, ein Schmuckstück in Potsdam-Waldstadt entstehen lassen.

 

Neuer Name und neue Strukturen

Der Fußballverein FV Turbine Potsdam 55 e.V. wurde in seiner jetzigen Struktur Anfang 1999 in das Potsdamer Vereinsregister als eigenständiger Verein aufgenommen und geht über die langjährige Zwischenstation SSV Turbine Potsdam e.V., Abt. Männerfußball, aus der im Jahr 1955 gegründeten Sektion Männerfußball der ehemaligen DDR-Betriebssportgemeinschaft BSG Turbine Potsdam hervor. Der FV Turbine Potsdam 55 e.V. hat derzeit ca. 255 Mitglieder und ist mit elf Mannschaften im Ligaspielbetrieb aktiv. Auf der letzten Vollversammlung isportlertreffm September 2011 wurde ein neuer Vorstand gewählt, dem nun der Sportkamerad Steffen Schwarze vorsteht. Alle Fußballmannschaften führen ihre Heimspiele auf der wunderschönen Sportanlage im Sportforum Waldstadt durch. Wie jeder Verein hat der FV Turbine Potsdam 55 e.V. in den unzähligen Jahren sportlichen Treibens, Höhen und Tiefen im Sport durchlebt. Neben unzähligen Erfolgen auf Landes- und Kreisebene waren jedoch auch Abstiege und Niederlagen Teil des sportlichen Lebens. Letztendlich ist sich der Verein treu geblieben und setzt wie zu seinen Anfangszeiten im Jahr 1955, vor allem auf die Jugend, um dem Motto „Jugend braucht Zukunft und Erwachsene einen Ausgleich“ gerecht zu werden. Die erfolgreiche Nachwuchsarbeit zahlte sich zuletzt für den Verein aus, als der Vorsitzende des Fußballkreises Havelland-Mitte - Hartmut Lenski - einen Scheck des DFB überbrachte. Er dankte mit dieser Ausbildungsentschädigung dem verein für die geleistete Arbeit, bei der Ausbildung von Robert Andrich (Hertha BSC). Neben Robert Andrich hat der FV Turbine Potsdam auch in der 3. Bundesliga einen ehemaligen Turbinespieler im Aufgebot. Daniel Frahn (RB Leipzig) erwarb sich seine fußballerischen Grundfertigkeiten im Sportforum Waldstadt unter Arno Hoffmann.

 

Go to top